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Blick auf die Schrammsteine
in der Sächsischen Schweiz wohnen.
Was gibt es denn so von Mittelndorf zu berichten? Es ist kaum zu glauben, hier ist die Wiege des allseits beliebten Bierdeckels. Und das kam so: 1882 hatte der Sebnitzer Papierfabrikant Robert Sputh die Idee im Sebnitztal eine Holzstofffabrik zu errichten, denn die Voraussetzungen im Sebnitztal waren hervorragend. 1. die 1874-77 erbaute Eisenbahnlinie Bad-Schandau / Sebnitz und 2. viel Wasser Der Grundstein für den weltweiten Erfolg war gelegt. Binnen kürzester Zeit war Mittelndorf der größte Bierdeckelproduzent Europas. Bis Brasilien wurden "unsere" Bierdeckel verschickt. Ein großer Brand am 16. März 1937 vernichtete die Sputhmühle ganz und gar. Die Ruinen wurden später gesprengt, so dass fast nichts mehr an sie erinnert. -SCHADE-
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| Was heute zumindest noch an die Arbeiter der Sputhmühle erinnert ist das Mittelndorfer Waldbad. Ein alter, völlig verschilfter Teich lag auf ihrem Heimweg. Da lag es nahe, in Anbetracht des teilweise steilen Aufstieges, den Teich in ein Waldbad zu wandeln, was 1928 auch geschah. Seit ca. 3 Jahren liegt es nun im Dornröschenschlaf. -WAS NUN?-
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Was gibt es denn so zu gucken? Traumhafte Ausblicke gibt es von Rämischs Bank und vom Weinberg. Der Weinberg hat leider gar nichts mit den Trauben zu tun. Vielmehr kommt der Name begründet durch die Viehwirtschaft von "weiden".
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(Nachforschungen sind noch nicht abgeschlossen) 1. ein Neugersdorfer Webstuhlfabrikant ließ es um 1900 als Ferienheim für seine Arbeiter errichten oder 2. der Mittelndorfer Hoke erbaute es 1907 als Gasthaus, um einen langgehegten Wunsch der Mittelndorfer zu erfüllen. Dieses große, stattliche Gasthaus stand trotz des aufkommenden Fremdenverkehrs unter keinem guten finanziellen Stern, so dass alsbald Zahlungsunfähigkeit eintrat. Genutzt als Wohnhaus wird es noch heute.
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Jetzt kommt das,
was sich meist keiner merkt. Etwas zur Geschichte:
Mittelndorf liegt an der Hohen Straße zwischen Bad-Schandau und Sebnitz. In grauer Vorzeit soll hier mal ein Kloster gestanden haben und zwar direkt am Kirnitzschberg an einem ins Kirnitzschtal führenden Fahrweg. (genaueres weiß man bis jetzt nicht) Rechter Hand in Richtung Sebnitz liegt der Birkenberg. In alten Unterlagen auch als Berkenberg beschrieben. Die Vermutung liegt nahe, dass die Berken von der Duba (ein böhmisches Adelsgeschlecht) der Grund für die Namensgebung waren. Diese herrschten ca. 100 Jahre in diesem Gebiet. (1340-1440).
Auszug aus der Broschüre "Die historische Reise durch die Gemeinde Kirnitzschtal" Die früheste urkundliche Erwähnung Mittelndorfs stammt vom Jahre 1446. Nachdem 1443 Markgraf Friedrich der Sanftmütige die Herrschaft Hohnstein von den Berken von der Duba erworben hatte, um deren wüstem Treiben als Raubritter in hiesiger Gegend ein Ende zu setzen, trat er zu dem selben Zwecke auch in Verhandlungen mit Albrecht Berka von der Duba auf Wildenstein (auch Kuhstall genannt), zu dessen Herrschaft Mittelndorf gehörte, seit 1410 die Herrschaft Wildenstein durch Erbteilung aus der bisherigen Herrschaft Hohnstein herausgelöst worden war. In einer in diesem Zusammenhang 1446 angelegten Liste wird Mittelndorf unter den Besitztümern der Herrschaft Wildenstein aufgezählt. Es kam mit dieser ebenso wie sein Nachbarort Lichtenhain 1451 an Sachsen und wurde unmittelbares kurfürstliches Amtsdorf, das heißt durch das Amt Hohnstein verwalteter unmittelbarer kurfürstlicher Besitz. Ebenso wie Lichtenhain (Nachbardorf) hatte Mittelndorf Frondienste an das Vorwerk Hohnstein zu leisten. Die Verrichtung der Frondienste auf den Vorwerksfeldern wurde aber schon größtenteils im 16. Jahrhundert in ein so genanntes Dienstgeld verwandelt. Dennoch bestanden einige Dienste, vor allem Fuhrdienste, Baudienste und die Bearbeitung von Wiesen für der Vorwerk Hohnstein noch bis in die Zeit der französischen Revolution und der Napoleonkriege und die Mittelndorfer Bauern benutzten dafür die so genannten Fronwege, die durch das Sebnitz- und Schwarzbachtal führten, wobei die Bauern bei Hochwasser das Erscheinen zu den Fronarbeiten erlassen war. Die Frondienste der Bauern wurde in Sachsen durch das Gesetz über Ablösungen und Gemeinheitsteilungen 1832 abgelöst.
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